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VERANLAGUNG
"Die Schuppenflechte ist eine vererbte Erkrankung."
Dieser Satz ist so sicher nicht ganz richtig. Durch eine Vielzahl von
Untersuchungen weiß man, daß die Veranlagung vererbt wird.
Deshalb ist es für den Arzt wichtig, nach dem Vorkommen der Schuppenflechte
in der Familie zu fragen. Oftmals ist weder bei den Eltern noch bei den
Geschwistern des Erkrankten eine Schuppenflechte bekannt, aber bei weiteren
Befragungen stellt sich dann heraus, daß vielleicht der Großvater
oder die Urgroßmutter Hauterscheinungen hatten.
Der Erbgang ist bisher noch nicht ganz geklärt, und häufig werden
auch mehrere Generationen übersprungen, bis die Psoriasis wieder
in Erscheinung tritt.
Bei Studien zum Vererbungsmuster ist es günstig, eineiige Zwillinge
zu untersuchen, die identische Erbanlagen besitzen. Hierbei konnte belegt
werden, daß eine gemeinsame Erkrankung bei eineiigen Zwillingen
wesentlich häufiger vorkommt als bei zweieiigen Zwillingen. Die Vererbbarkeit
der Veranlagung zur Schuppenflechte wird mit ca. 90% angegeben. Das Vererbungsmuster
ist noch nicht eindeutig geklärt, doch sprechen viele Mitteilungen
von einer autosomal dominanten Vererbung. Hierunter verstehen Fachleute
ein Merkmal, das im Durchschnitt 50% der Kinder im Erbmaterial tragen,
wenn ein Elternteil Träger dieses Gens ist. Dies bedeutet aber nicht,
daß auch die Hälfte der Kinder tatsächlich an einer Schuppenflechte
erkranken muß, sondern nur, daß die Veranlagung dazu besteht.
Die Untersucher spekulieren, ob für die Ausbildung der Erkrankung
noch weitere Faktoren wie seelische Belastungen, die Umwelt oder das soziale
Milieu eine Rolle spielen. Diese Vermutungen sind jedoch bisher in wissenschaftlichen
Untersuchungen nicht zu belegen.
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